Leckeres Gericht mit Shirataki Konjak Nudeln und Shrimps

Konjak-Nudeln

Das Wunder ohne Kohlenhydrate

Nudeln – wer liebt sie nicht? Es gibt sie in tausend Formen, die in so vielen verschiedenen Rezepten Verwendung finden, dass man sich an ihnen kaum satt essen kann. Wenn da doch nur nicht die dicke Kohlenhydrat-Bombe wäre: Spaghetti und Co. bestehen zu fast 70 % aus „Carbs“. Das sorgt für eine geballte Ladung Energie.

Aber nudelaffine Low Carb Fans können aufatmen, die Bombe lässt sich ganz einfach entschärfen: Mit Konjak-Power! Erfahre hier, was es mit der „Wundernudel“ Shirataki auf sich hat:

In der Konjak-Wurzel sind große Mengen des Polysaccharids (Vielfachzuckers) „Glucomannanen“ gespeichert. Dabei handelt es sich um eine stärkeähnliche Substanz, die vor allem in der Kosmetikindustrie Verwendung findet.

 

Im asiatischen Raum, besonders in Japan dient die Konjak-Wurzel seit Jahrhunderten aber auch als Nahrungsmittel. Um ihre wertvollen Inhaltsstoffe verarbeiten und verwerten zu können, wird die Knolle getrocknet und zu Pulver zerstoßen. Aus dem so gewonnenen Konjak-Mehl entsteht durch Hinzufügen von Wasser und Kalziumhydroxidlösung eine gelartige Masse, die in Japan „Konnyaku“ genannt wird. Sie enthält keine Kohlenhydrate, kein Eiweiß und kein Fett und ist darum extrem kalorienarm.

 

Als Konjak-Wurzel bezeichnet man die Knolle der Konjak-Pflanze

Dieses Konnyaku wird unter anderem zu fadenartigen Nudeln ausgewalzt – den Shirataki, was so viel wie „weißer Wasserfall“ bedeutet. Die Bezeichnung spielt auf das an, was passiert, wenn du die Rohnudeln nach dem Kaufen aus der Packung nimmst: Die einzelnen Fäden fließen dir förmlich aus der Hand.

Außer als Nudeln gibt es die Masse aus Konjak-Mehl auch oft in Quadern zu kaufen. Diese werden dann wie Tofu zerschnitten und weiterverarbeitet. Weitere Formen der Konjak-Mehl-Masse sind dünne Platten vergleichbar mit Lasagneblättern und kleine Perlen. Die Rohnudeln kommen übrigens weich und leicht feucht aus der Packung, da sie in einer wässrigen Lösung verkauft werden.

Du siehst, Produkte aus Konjak-Mehl sind fast so formreich wie „normale“ Pasta. Und auch sonst brauchen sie keinen Vergleich mit Getreidenudeln zu scheuen. Im Gegenteil – Shirataki-Nudeln lassen den Klassiker der italienischen Küche in vielen Punkten sogar hinter sich.

Kalorienarm

100 g enthalten gerade mal acht Kalorien. Damit stellen Konjak-Nudeln sogar die schlanken 12 Kalorien der Salatgurke in den Schatten – von herkömmlicher Pasta mit mehr als 15 Mal so vielen Kalorien ganz zu schweigen. Als Nudeln ohne Kohlenhydrate sind Konjak-Produkte ausgezeichnet für die Low Carb Ernährung und zum Abnehmen geeignet.

 

Ballaststoffreich

Shirataki-Nudeln sind durch ihren hohen Anteil an Glucomannan – ein Polysaccharid und Hauptbestandteil der Konjak-Wurzel – besonders ballaststoffreich. Glucomannane gehören zu den löslichen Ballaststoffen. Diese können ein Vielfaches ihres eigenen Volumens an Flüssigkeit aufnehmen, wodurch auch der extrem hohe Wasseranteil in den Shirataki-Nudeln zu erklären ist.

Fettfrei

Da weder die Konjak-Wurzel noch das später zugesetzte Wasser oder die Kalziumhydroxidlösung Fett enthalten, sind auch die Endprodukte absolut fettfrei.

 

Glutenfrei

Weil die Nudeln aus einem Wurzelgemüse hergestellt werden, enthalten sie im Gegensatz zu weizenbasierter Pasta keine Spur Gluten.

 

Vegan

Als Ei-freie Variante normaler Pasta bereichern Konjak-Nudeln Rezept-Sammlungen für alle, die sich vegan ernähren möchten oder müssen.

Laktosefrei

Keine Milch, kein unverträglicher Milchzucker, keine daraus resultierenden Verdauungsbeschwerden. Mit Konjak-Nudeln kann Ernährung bei Laktoseintoleranz so einfach sein.

 

Basisch

Das Basenpotenzial von Konnyaku übertrifft sogar die „Vorzeige-Base“ Spinat – weswegen Nudeln aus Konjak-Mehl eine hervorragende Unterstützung für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt sind.

 

Ruck-zuck fertig

Shirataki-Nudeln benötigen nur etwas mehr als 1 Minute Kochzeit und du kannst sie besonders schnell genießen.

Shirataki-Nudeln sind wirklich teuflisch gut, wenn du dich kalorienarm ernähren willst. Darauf scheint schon der Name der Pflanze hinzudeuten, aus deren Knolle sie gewonnen werden: „Teufelszunge“. Dieses zur Gattung der Titanwurz gehörende Gewächs verdankt seinen Namen dem aus der Blütenmitte herausragenden Samenträger. Auch in der lateinischen Bezeichnung der Pflanze hat sich dieser markante Stängel festgesetzt: „Amorphophallus konjac“.

 

Ursprünglich war die Teufelszunge in Südostasien heimisch – wahrscheinlich in Vietnam. Mittlerweile findet sie sich aber auch in ostasiatischen Ländern wie Japan und China. Die Konjak-Pflanze besitzt ein schier unglaubliches (Über-)Lebensvermögen und kann auch ohne Kontakt zum Erdreich oder zu anderen Nahrungsquellen viele Jahre lang immer wieder austreiben.

 

Diese Fähigkeit verdankt sie ihrer Knolle, die als kaum versiegendes Vorratslager für alle benötigten Nährstoffe dient. Da diese Knolle bis zu 25 cm im Durchmesser erreicht und als Pflanzenteil entsprechend augenfällig ist, hielt man sie in früheren Zeiten für die Wurzel der Teufelszunge. Daher der noch heute gebräuchliche Name für die Knolle: „Konjak-Wurzel“ (radis konjacis).

Teufelszunge - aus der Knolle dieser Pflanze werden die Konjak-Nudeln gewonnen

Da Konjak-Produkte bereits vorgekocht sind, ist ihre Zubereitung ein Kinderspiel. Sie gelingt selbst Kochschusseln. Im Grunde gibt es nur zwei Dinge zu beachten: Das Mehl aus der Konjak-Wurzel und damit auch die Shirataki-Nudeln besitzt einen dezenten, aber doch wahrnehmbaren Fischgeruch und -geschmack. Diesen wirst du los, indem du die Konjak-Nudeln vor der Zubereitung unter fließendem Wasser abspülst. Danach gibst du die Shirataki-Nudeln in kochendheiße, leicht gesalzene Flüssigkeit und lässt sie für etwa 1 Minute gar ziehen. Fertig!

Weil die Konjak-Masse keinen Eigengeschmack besitzt, solltest du die fertig zubereiteten Nudeln eine Weile mit den übrigen Zutaten des Gerichts korrespondieren lassen. So nehmen die Shirataki-Nudeln die Aromen von Soße, Gewürzen und Kräutern vollständig auf und bilden eine ideale Beilage.

Die Neutralität von Konjak-Nudeln erlaubt es dir, sie quasi für jede Art von Speisen zu verwenden: Ob herzhafte oder süße, kalte oder warme Gerichte – die Allrounder harmonieren mit nahezu allem und können herkömmliche Teigwaren wie Spaghetti, Fettuccine oder Farfalle in jedem Fall ersetzen.
Die Shirataki-Nudeln ohne Kohlenhydrate geben dir die Möglichkeit, deine geliebten, aber leider kalorienreichen Pasta-Rezepte endlich ohne schlechtes Gewissen zu genießen.

Willst du mit Konjak-Nudeln abnehmen, sollte dein Speiseplan insgesamt ausgewogen sein. Auf Fast-Food und zu viel Zucker und Fett solltest du selbstverständlich verzichten. Und auch sportliche Betätigung darf natürlich nicht fehlen. Denn riesige Wunder bewirkt die Wundernudel dann doch nicht.

Aber was, wenn du gar nicht abnehmen, wenn du vielleicht sogar etwas zunehmen willst? Dann verkehren sich die Vorteile der Nudeln ohne Kohlenhydrate natürlich schnell ins Gegenteil – aber nur, wenn du wirklich voll auf Shirataki setzt. Isst du zu der Wundernudel hingegen viel Eiweißhaltiges wie beispielsweise Fleisch und geizt auch bei der Sauce nicht an Fett bzw. Öl, dann erhöht sich der Kaloriengehalt deines Gerichts im Handumdrehen auf normale Werte.

Oder du entscheidest dich für eine ganz andere Zubereitungsweise – denn Konnyaku ist eine ausgesprochen vielfältige Speisen-Basis. So kannst du die Masse etwa ähnlich wie Tofu verwenden und daraus Steaks, Schnitzel oder Gulasch zubereiten. Dazu kannst du dann kalorienhaltige Beilagen wie Reis, Kartoffeln oder Getreidepasta essen.

Da Konjak-Blöcke hierzulande mitunter schwer zu bekommen sind, stellst du diese am besten selbst her. Dafür benötigst du zunächst natürlich Konjak-Pulver. Dazu brauchst du nur noch Calciumhydroxid und Wasser.

Für 2 Portionen bzw. 300 g:

  1. 10 g Konjak-Mehl in ca. 350 ml kaltes Wasser einrühren und aufkochen lassen. Den Topf danach vom Herd nehmen.
  2. Ca. 1/3 Esslöffel (0,4 g) Calciumhydroxid in 5 Esslöffel kaltes Wasser einrühren und anschließend zum Konjak-Brei gießen. Knapp 5 Minuten kräftig rühren.
  3. Den Konjak-Brei nun in eine Tupper-Box o. Ä. gießen, glattstreichen und abkühlen lassen.
  4. Das Konnyaku aus der Schale lösen und in die gewünschte Form bringen.
Selbstgemachte Konjak-Nudeln in Form eines Konnyaku-Blocks