Mangelerscheinungen

Was sind Mangelerscheinungen?

Mangelerscheinungen sind Symptome, die im menschlichen Organismus darauf hinweisen, dass bestimmte Nährstoffe nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, zum Beispiel Vitamine & Co. Ein Mangel an diesen Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen & Co. kann dabei über eine entsprechend nährstoffbewusste Lebensweise verhindert oder ausgeglichen werden. Hierbei kommt es vor allem auf einen ausgewogene Ernährung an.

Symptome von Mangelerscheinungen

Die Symptome von Mangelerscheinungen sind je nach Art der Nährstoffunterversorgung unterschiedlich. In der nachfolgenden Tabelle sind einige Mangelerscheinungen einschließlich der zugehörigen Symptome aufgeführt.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die entsprechenden Symptome nicht zwangsläufig Mangelerscheinungen sein müssen. Vielfach sind auch andere Ursachen möglich. Ob eine Mangelerscheinung vorliegt (und welche), kann und muss deshalb in jedem Einzelfall nur der Arzt feststellen.


Mangelerscheinung Symptome Mangel
Anämie (Blutarmut) Müdigkeit, Atemnot, Gesichtsblässe, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, niedriger Blutdruck, Schwindel, Schluckstörungen, Bauchschmerzen Riboflavin (Vitamin B2), Pyridoxin (Vitamin B6), Cobalamin (Vitamin B12), Eisen
Beri-Beri Muskelschwund, Reizbarkeit, Nervenlähmungen, Kreislaufstörungen, Apathie Thiamin (Vitamin B1)
Nachtblindheit Verminderte Sehleistung bei Dämmerung und Dunkelheit Vitamin A
Neuralrohrdefekt (Spina bifida) Neugeborenes mit „offenem Rücken“ Folsäure
Osteoporose Knochenabbau, Knochenbrüchigkeit Vitamin D, Calcium
Pellagra Verdauungsstörungen, Demenz, Hautveränderungen Niacin (Nicotinsäure), Tryptophan (hochwertiges Eiweiß)
Rachitis Knochenerweichung, angeschwollene Gelenke, X-Beine, Wirbelsäulenverkrümmung Vitamin D
Rhagaden Rissige, trockene Mundwinkel Riboflavin (Vitamin B2)
Skorbut Veränderungen der Mundschleimhaut, Zahnfleischbluten, starker Durchfall, Gelenkentzündungen Vitamin C
Xerophtalmie Augentrockenheit und -jucken, Erblindung, Bitot´sche Flecken Vitamin A

Gründe für Mangelerscheinungen

Besonders Personen, die unter Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Pankreasinsuffizienz), Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Gluten, Laktose) leiden, müssen auf verschiedene Lebensmittel verzichten. Deshalb leiden sie vergleichsweise häufiger an unterschiedlichen Mangelerscheinungen. Zudem kann der Bedarf an bestimmten Nährstoffen abhänging von der Lebensphase, der persönlichen Gesundheit oder den individuellen Lebensgewohnheiten zunehmen, etwa bei Erkrankungen, viel Sport (z. B. Elektrolyte) sowie während der Schwangerschaft (z. B. Eisen, Folsäure) und Stillzeit (z. B. Calcium). Wird der erhöhte Bedarf nicht gedeckt, können hierbei mitunter Mangelerscheinungen auftreten.

Aber auch Persone mit einseitiger Ernährung, also zum Beispiel Ovo- oder Lacto-Vegetarier (z. B. Vitamin B12, Eisen, Calcium) und besonders Veganer (v. a. Eisen, Zink, Selen, Jod, Vitamin A, D, E, B12, Omega-3-Fettsäuren) können bei unzureichender Nährstoffversorgung tendenziell ein höheres Risiko für die Entstehung von Mangelerscheinungen haben.

Hinzu kommt, dass die Art und Weise der Lagerung und Zubereitung von Speisen den Gehalt an Nährstoffen vermindern kann. Deshalb ist es wichtig, Lebensmittel richtig zu lagern und bei der Zubereitung schonendes Garen und Dünsten zu bevorzugen. Ausgiebiges Waschen und lange Kochzeiten führen zum Beispiel zu Auswaschungen wasserlöslicher Vitamine (u. a. B, C) und sollte weitestgehend vermieden werden.

Außerdem sollte beachtet werden, dass die Bioverfügbarkeit unterschiedlicher Lebensmittel durch andere Nahrungsmittelbestandteile beeinflusst werden kann. So sollten Lebensmittel, die besonders reich an fettlöslichen Vitaminen sind (A, D, E, K), deshalb immer in Öl gedünstet werden, um die Aufnahme in den Organismus zu erhöhen. Calciumreiche Lebensmittel (z. B. Sesam, Joghurt) sollten hingegen nicht mit phosphatreichen Lebensmitteln (wie Kaffee oder Schwarzem Tee) kombiniert werden, da diese die Aufnahme von Calcium vermindern.


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