Vegan Protein Test mit 6 pflanzlichen Proteinpulvern

Veganes Proteinpulver Test 2019

Welches ist das beste vegane Eiweißpulver?

Du bist auf der Suche nach dem besten veganen Proteinpulver? Wir haben es für dich ermittelt: In unserem Vegan Protein Test haben wir sechs Mehrkomponentenproteine verglichen und einen Gesamt- sowie einen Preis-Leistungs-Sieger ermittelt. Dabei haben wir harte Fakten wie den Proteingehalt ebenso berücksichtigt wie Geschmack, Konsistenz und Natürlichkeit.

 

Außerdem informieren wir dich auf dieser Seite über die Vor- und Nachteile eines veganen Proteinpulvers gegenüber eines Whey-Proteins, stellen dir die verschiedenen Arten von pflanzlichen Eiweißpulvern vor und liefern dir eine Übersicht der Kaufkriterien, auf die du beim Auswählen eines veganen Proteinpulvers immer achten solltest. Damit beantworten wir deine Frage: „Welches vegane Proteinpulver soll ich kaufen?“

 

Und alle Eiligen finden hier in unserem nu3 Shop direkt alle veganen Proteine ►

TEST

Verkostung Protein-Shakes Vegan Protein Test

Vegan Protein Test 2019 – die besten veganen Proteinpulver im Vergleich:

  • 1. Platz: HEJ Vegan Shake Vanille
  • 2. Platz: nu3 Vegan Protein 3K Vanille
  • 3. Platz: ESN Vegan Pro Complex Vanille / Multipower 100 % Vegan Protein Vanille
  • 4. Platz: Sunwarrior Bio Warrior Blend Vanille
  • 5. Platz: Women’s Best Vegan Protein Vanille

Den kompletten Vergleich und nach welchen Kriterien wir bewertet haben, findest du in übersichtlicher Form im PDF weiter unten. Vorher stellen wir die zwei Produkte vor, die in unserem Vegan Protein Test am besten abgeschnitten haben:

Das sind die Vorteile des Gewinners:
Viele BCAA (15,8 g / 100 g)
Überzeugt bei Geschmack und Natürlichkeit
Ansprechende Konsistenz
Geringer Salzgehalt
 Qualität aus Deutschland
Das sind die Nachteile des Gewinners:
76 % teurer als günstigstes Testprodukt von nu3
Nur mittelhoher Chemical Score (116)
Nur eine weitere Geschmacksrichtung
 Keine Bio-Qualität
Das nu3 Vegan Protein 3K Vanille bietet dir alles, was du von einem guten veganen Mehrkomponentenprotein erwarten kannst:
Sehr günstiger Preis (nur 0,66 € / Portion)
Ein hoher Chemical Score von 137 dank idealer Mischung aus Erbsen-, Reis- und Hanfprotein
Ausreichend BCAA (13 g / 100 g)
Angenehme Konsistenz
Teilweise natürlich gesüßt mit Stevioglykosiden (Stevia)
Qualität aus Deutschland
Wie bei jedem Produkt gibt es auch bei diesem Punkte, die verbessert werden könnten:
 Geschmack
Vergleichsweise hoher Salzgehalt
Keine Bio-Qualität

 

nu3 Vegan Blend Vanille
Topseller

nu3 Vegan Protein 3K, Vanille, Pulver, 1000 g
  • 21 g pflanzliches Protein pro Shake
  • Sehr hohe Proteinqualität
  • Vollständiges Aminosäureprofil
  • Ohne Zucker und künstliche Aromen

 

Produktdetails
21,99 €
(21,99 € / 1 kg)
Inkl. MwSt. / zzgl. Versandkosten

Ab einem Bestellwert von 30€ versenden wir deutschlandweit kostenlos. Bis 30 Euro berechnen wir 3,90€ für Verpackung und Versand.

Kundenerfahrungen mit dem nu3 Vegan 3K

TOP veganes Proteinpulver


Ich habe nun mehrere vegane Proteinpulver ausprobiert und komme mit dem nu3 Vegan Protein am besten zurecht, was Geschmack, Löslichkeit und Verträglichkeit angeht.

Christian, bewertet am 15.07.2018

Super vegane Protein Quelle


Das hier ist eine super vegane Protein Quelle, die meine Tochter und ich trinken und voll zufrieden sind.

Elke Dullenkof, bewertet am 27.11.2017

Absolut empfehlenswert!


Das vegane Protein von nu3 ist das erste Protein dieser Art, das ich getestet habe, und ich bin absolut begeistert! (…) Ich kann es nur weiterempfehlen.

Lisa, bewertet am 04.11.2018

Sooo lecker!


Mein neues Lieblings-Proteinpulver. Super lecker, gut löslich und ich persönlich finde es auch nicht zu süß wie manch andere hier.

Natalie Naumann, bewertet am 14.07.2017

Super!


Das vegane Protein mit Vanille-Geschmack ist wirklich super lecker. (…) Es ist sehr angenehm im Geschmack und der Shake wird schön cremig.

Patrizia, bewertet am 17.05.2017

Bestes Preis-Leistung-Verhältnis


Ich habe in meinen vier Jahren veganer Ernährung fast alles durch was es an Proteinpulver gibt und das ist definitiv (…) das beste Protein im Preis-Leistungs-Verhältnis!

Robert Kötz, bewertet am 15.07.2017

Super vegane Alternative


Nährwerte: Top! Kann das Pulver wirklich nur empfehlen, vertrage es viel besser als alle tierischen Proteinpulver.

Svenja, bewertet am 09.02.2017

Das Beste, was ich gefunden habe


Überzeugt mich geschmacklich und die niedrigen Kohlehydratwerte passen in mein aktuelles Ernährungskonzept.

Babette, bewertet am 25.06.2017

Testinhalte

Neben der Untersuchung der harten Fakten wie Proteingehalt, Chemical Score usw. war eine Blindverkostung mit 13 Personen Teil des Tests. So konnten wir von den veganen Proteinshakes auch die Punkte Geschmack, Natürlichkeit und Konsistenz relativ objektiv bewerten. Auf einer 6-stufigen Skala von „Gefällt/schmeckt mir sehr gut“ bis „Gefällt/schmeckt mir gar nicht“ konnten die Tester die sechs Pulver in jeder der drei Kategorien einstufen. Die Tabelle zeigt die zusammengefassten Ergebnisse der Verkostung.

Den kompletten Produkt-Vergleich mit weiteren Infos u. a. zur Punktevergabe findest du im Vegan Protein Test PDF!

 

Geschmack

  • HEJ: Leicht erbsig, angenehme Vanillenote und Süße
  • nu3: Relativ erbsig und süß
  • ESN: Leicht bitter, mittel süß, leicht erbsig
  • Multipower: Ausgewogen zwischen süß und vanillig, nur leichte Erbsennote
  • Sunwarrior: Sehr herb und gar nicht vanillig
  • Woman’s Best: Wenig vanillig, sehr süß, kaum erbsig

Natürlichkeit

  • HEJ: Relativ natürlich
  • nu3: Leicht unnatürlich
  • ESN: Relativ unnatürlich
  • Multipower: Leicht unnatürlich
  • Sunwarrior: Relativ natürlich
  • Woman’s Best: Leicht unnatürlich

Konsistenz

  • HEJ: Leicht wässrig, leicht sandig
  • nu3: Leicht wässrig, leicht sandig
  • ESN: Relativ sandig
  • Multipower: Leicht wässrig
  • Sunwarrior: Mousse-artig
  • Woman’s Best: Leicht wässrig
Shakes bei der Verkostung für den Vegan Protein Test

Noch eine allgemeine Anmerkung zum Geschmack veganer Protein-Shakes: Dieser ist nicht mit dem von Shakes auf Whey- oder Casein-Basis zu vergleichen. Da letztere aus Milch gewonnen werden, schmecken sie milder und süßer als rein pflanzliche Shakes. Diese haben immer einen mehr oder weniger starken Eigengeschmack, durch den die pflanzlichen Inhaltsstoffe herausgeschmeckt werden können. Die meisten Anwender müssen sich daran erst einmal gewöhnen, vor allem wenn sie von Whey- oder Casein-Shakes umsteigen.

Es muss an dieser Stelle allerdings betont werden, dass Protein-Shakes im Allgemeinen funktionale Lebensmittel darstellen: Sie sollen die Eiweißversorgung erleichtern und im Falle von veganen Varianten sicherstellen, dass dafür keine Lebewesen zu Schaden kommen bzw. die Umwelt möglichst wenig belastet wird. Der Geschmack der Shakes ist so gesehen zweitrangig. Überzeugte Veganer wissen das und sind gerne bereit, hier Abstriche zugunsten des höheren Ziels zu machen.

Man muss sich auch vor Augen führen, dass alles, was den Geschmack „verbessern“ würde, zugunsten der Qualität der Produkte ginge: Es müssten mehr Zucker, mehr Süßstoff, mehr Fett, mehr Aromen oder mehr Zusatzstoffe eingesetzt werden, was nicht im Sinne der gesunden Sache wäre. Sehr naturnahe und wenig verarbeitete Produkte wie vegane Proteinpulver schmecken eben nach ihren Zutaten.

RATGEBER

Veganes Protein eignet sich zum Muskelaufbau

Vor allem ambitionierte Sportler greifen gerne auf vegane Eiweißpulver zurück, um ihren erhöhten Proteinbedarf zu decken. Während eine durchschnittlich aktive Person laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mit 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht auskommt, brauchen mittelschwer bis hart trainierende Sportler nach Einschätzung von Experten deutlich mehr Eiweiß:[1]

Ausdauersportler sollten 1,2 bis 1,4 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht rechnen, Kraftsportler sogar 1,2 bis 1,7 Gramm. Diese Werte solltest du auch anpeilen, wenn du auf Muskelaufbau aus bist. Frauen können 10 bis 20 Prozent abziehen, weil sie anteilig weniger Muskelmasse und mehr Körperfett besitzen.[2]

Vegane Proteinpulver liefern dir mit jedem Shake eine stattliche Portion Eiweiß. Gerade bei einer veganen Ernährungsweise kann die Proteinversorgung schwer fallen. Wenn du dich rein pflanzlich ernährst und Muskelaufbau anstrebst, kann es also sinnvoll sein, deine normale Ernährung um vegane Protein-Shakes zu ergänzen.

Rein pflanzlich – frei von tierischen Inhaltsstoffen

Der größte Pluspunkt von veganen Proteinpulvern ist selbstverständlich, dass diese frei von tierischen Inhaltsstoffen sind. Für alle Veganer, die ihre Eiweißversorgung verbessern wollen, sind sie also die optimale Alternative zu Whey. Gerade Veganer sollten darauf achten, ausreichend Proteine zu sich zu nehmen, denn mit Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten fallen Lebensmittel weg, die viel Protein enthalten.

 

Besserer CO2-Fußabdruck

Tendenziell haben vegane Proteinpulver eine bessere Klimabilanz, als solche aus tierischen Quellen. Folgende Zahlen machen das deutlich: Um 100 Gramm Protein zu erhalten, benötigt man ca. 133 Gramm Whey-Protein oder Casein-Pulver. Bei der Produktion werden 1,8 bzw. 2,5 Kilo CO2 freigesetzt. Um 100 Gramm Protein aus zum Beispiel Soja-Proteinpulver zu erhalten, braucht man ca. 120 Gramm Pulver, dessen Herstellung die Umwelt nur mit 400 Gramm CO2 belastet.

Erfahre mehr über klimafreundliche Proteinquellen!

 

Bessere Verträglichkeit bei Laktoseintoleranz

Sowohl Whey-Proteine (deutsch „Molkenproteine“) als auch Casein-Proteinpulver werden aus Milch gewonnen, was bedeutet, dass sie Laktose enthalten, also keine milchfreien Eiweißpulver sind. Zwar ist die enthaltene Laktosemenge in der Regel sehr gering: Der Gehalt pro Portion eines mit Wasser angemischten Whey- oder Casein-Shakes liegt meistens unter 2 Gramm.

Allen Menschen mit einer ausgeprägten Laktoseintoleranz wird von Experten trotzdem nahegelegt, Laktose gänzlich zu meiden.[3] Ein 100 Prozent laktosefreier Eiweiß-Shake ist darum angesagt. Ein veganes Proteinpulver stellt das sicher. Nicht-Veganer können auch tierische laktosefreie Pulver aus Eiern oder Rindfleisch nutzen.

Veganes Proteinpulver für einen Eiweißshake hilft dem Muskelaufbau

Bessere Proteinversorgung bei Diäten

Außer für Sportler sind vegane Eiweißpulver für alle interessant, die eine Diät machen, um abzunehmen. Denn immer wenn der Körper weniger Energie zugeführt bekommt, als er verbraucht, baut er nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse ab – was wir natürlich soweit es geht unterbinden wollen.

Wie schafft man das? Indem man sich während der Diät sehr eiweißreich ernährt. Bis zu 2 Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht sollten während einer Diät konsumiert werden. Um das zu erreichen, lohnt es sich in der Regel, zusätzlich zur normalen Ernährung, den einen oder anderen Eiweiß-Shake zu trinken.

 

Unterstützung bei Low Carb

Für Menschen, deren Ernährung nicht nur vegan ist, sondern sich auch in Richtung Low Carb orientiert, sind vegane Eiweiß-Shakes praktisch unverzichtbar. Denn die wichtigsten natürlichen pflanzlichen Eiweißquellen aus Getreide oder Hülsenfrüchten beinhalten sehr viele Kohlenhydrate. Vegane Proteinpulver enthalten meistens nur wenige Carbs.

 

Mehr Abwechslung

Wer auf tierische Lebensmittel verzichtet, muss sich sein tägliches Eiweiß also vor allem über Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und Kerne holen. Das macht den Speiseplan eventuell ein wenig einseitig. Ein veganer Eiweiß-Shake hier und da kann für mehr kulinarische Freiheit sorgen, weil man nicht dauernd über den Proteinanteil des Essens nachdenken muss.

Ein gut zusammengestelltes veganes Mehrkomponentenproteinpulver steht einem Whey-Protein von der Eiweißqualität in nichts nach. Im Gegenteil: Rein rechnerisch, also bezüglich des Chemical Scores, sind viele vegane Proteinpulver Whey-Pulver sogar überlegen. Aber vegane Proteinpulver haben auch ein paar Nachteile gegenüber Whey-Proteinen und anderen Sorten wie Casein oder Mehrkomponentenproteinen aus tierischen Quellen.

 

Geschmack und Konsistenz

Oft punkten vegane Proteinpulver nicht mit dem besten Geschmack. Das liegt einfach an ihren Inhaltsstoffen. Proteine aus Erbsen, Reis, Hanf und Co. bringen einen relativ deutlichen Eigengeschmack mit, der nicht jedermanns Sache ist. Die aus Milch gewonnenen Proteine Whey und Casein schmecken deutlich milder.

Andererseits gilt natürlich wie immer: Geschmäcker sind verschieden. Vielen Menschen schmecken vegane Protein-Shakes auch gut. Vor allem Pulver mit Schoko-, Vanille- oder einem anderen Geschmack sind beliebt und schmecken deutlich weniger nach Erbse und Co. als neutrale Produkte.

Ein weiteres Manko vieler veganer Produkte: Sie sind mitunter weniger gut löslich als Whey und andere Pulver. Manchmal bleiben sie etwas „sandig“. Dieses Problem haben aber nicht alle pflanzlichen Proteinpulver. Es bleibt nur, die einzelnen Produkte auszuprobieren, um das passendste zu finden. Dabei helfen die Produktbewertungen in Online-Shops meistens gut weiter.

 

Aufnahmegeschwindigkeit

Whey-Protein wird vom Körper außerordentlich schnell verwertet. Schon nach 30 Minuten ist ein Teil des Eiweißes im Aminosäurepool angekommen und kann von dort in die Muskeln weitertransportiert werden.[4] Vegane Proteinpulver werden langsamer verwertet, auch wenn man aufgrund mangelnder Daten zu ihrer Aufnahmegeschwindigkeit keine genauen Angaben machen kann.

Das bedeutet für die Praxis: Whey-Protein ist veganen Proteinpulvern überlegen – allerdings nur, wenn es um den Post-Workout-Shake geht! Denn nach dem Krafttraining sollte man dem Körper so schnell wie möglich Proteine zuführen, damit er damit die geschädigten Eiweißstrukturen in der Muskulatur reparieren kann.

Zu jedem anderen Zeitpunkt des Tages ist es hingegen sogar besser, wenn die Proteine aus einem Shake eher langsam verwertet werden, da das für eine stete Proteinzufuhr sorgt. Tipp für Veganer: Trink deinen Shake ca. 1 Stunde vor dem Training, dann ist das Eiweiß danach in jedem Fall verfügbar.

Mehrkomponentenproteine

Ein veganes Proteinpulver kann z. B. aus Reis und Erbsen bestehen

Bei veganen Mehrkomponentenproteinen werden verschiedene Proteinquellen wie Erbsen-, Reis- oder Hanfprotein kombiniert, um die Proteinqualität zu steigern bzw. eine höhere biologische Wertigkeit zu erreichen. Wenn man es richtig angeht, können vegane Proteinpulver so den Chemical Score von Whey-Protein und Co. sogar übertreffen.

 

Einzelkomponentenproteine

Vegane Einzelkomponentenproteine bestehen aus nur einem einzigen Protein – wie der Name schon sagt. Zwar reichen diese Pulver von der Proteinqualität in der Regel nicht an Mehrkomponentenproteine heran und waren daher nicht Teil des Tests „Bestes veganes Proteinpulver“. Dafür können sie mit eigenen Charakteristika punkten.

So beinhaltet beispielsweise Hanfprotein auch viele Ballaststoffe. Oder Kürbiskernprotein: Es liefert nicht nur Protein, sondern auch hochwertige Fette. Schließlich haben vegane Einzelkomponenten-Proteine auch noch oft deutliche Geschmacksnoten, was sie zu prima Zusätzen zu Gemüse-Smoothies oder Suppen macht. Hier einige vegane Einzelkomponentenproteinpulver im Portrait:

Reisprotein

Reisprotein wird aus dem vollen Reiskorn gewonnen. Als eine pflanzliche Eiweißalternative ist es die beste Eiweißquelle für Menschen, die vegane Eiweißformen bevorzugen, aber Soja nicht vertragen. Die biologische Wertigkeit liegt zwischen 70-80.

 

Wie gesund ist Reisprotein?

Reisprotein enthält sogenannte BCAA, die wertvollen verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin, sowie Arginin. Pflanzliche Eiweiße wie Reisprotein sind dazu geeignet, die Eiweißversorgung im Rahmen einer bewussten Ernährung sicherzustellen.

 

Wie wirkt Reisprotein?

Reisprotein führt dem Körper das gesamte Spektrum der essentiellen Aminosäuren zu und versorgt ihn mit Eiweiß als Baustoff unter anderem für Knochen und Muskeln. Reisprotein ist sehr gut verdaulich.

 

Wann sollte man Reisprotein aufnehmen?

Im Zusammenhang mit Kraftsport wird die Einnahme von Reisprotein nach dem Training empfohlen.

 

Wie verwendet man Reisprotein?

Wasser und Reismilch sind ideale Flüssigkeiten zur Vermischung mit Reisprotein. Etwa 20 g Proteinpulver täglich wird für nichtsportliche Erwachsene und 2 x 20 g Proteinpulver bei Kraftsport empfohlen.

 

Was ist Reisprotein-Isolat?

Reisprotein-Isolat hat einen besonders hohen Eiweißanteil von über 80 %.

Erbsenprotein

Erbsenprotein-Isolat wird aus Erbsen gewonnen und mit einem wasserbasierten Verfahren konzentriert.

 

Wie gesund ist Erbsenprotein?

Erbsenprotein hat ein Aminosäureprofil, das es zu einer super Ergänzung zu anderen pflanzlichen Proteinpulvern macht. Insbesondere in Kombination mit Reisprotein sorgt Erbsenprotein für eine hohe Wertigkeit.

 

Wie wirkt Erbsenprotein?

Erbsenprotein trägt zum Aufbau und zum Erhalt von Muskulatur bei.

 

Wann sollte man Erbsenprotein aufnehmen?

Shakes mit Erbsenprotein können nach dem Training oder zu jedem anderen Zeitpunkt getrunken werden.

 

Wie verwendet man Erbsenprotein?

Man schüttet 30 g Erbsenprotein in 150 bis 200 g Wasser und mischt alles in einem Shaker gut durch. Prinzipiell kann das Pulver auch mit jeder anderen Flüssigkeit gemischt werden, beispielsweise mit Soja- oder Hafermilch.

 

Was ist Erbsenprotein-Isolat?

Erbsenprotein-Isolat ist besonders eiweißreich.

Hanfprotein

Hanfprotein stellt eine weitere pflanzliche Proteinquelle dar. Es wird aus dem Hanfsamen gewonnen und deckt das gesamte Spektrum der essentiellen Aminosäuren ab. Seine biologische Wertigkeit liegt um 65.

 

Wie gesund ist Hanfprotein?

Es enthält BCAA und überzeugt durch weitere wertvolle Nährstoffe wie Vitamine, wertvolle Fettsäuren und Mineralstoffe. Hanfprotein gilt als besonders verträglich. Pflanzliche Eiweiße wie Hanfprotein sind besonders dazu geeignet, die Eiweißversorgung im Rahmen einer bewussten Ernährung sicherzustellen. Die gilt auch für nicht sportliche Menschen.

 

Wie wirkt Hanfprotein?

Hanfprotein kann den Organismus mit Eiweiß versorgen.

 

Wann sollte man Hanfprotein aufnehmen?

Hanfprotein sollte nach dem Training oder über den Tag verteilt eingenommen werden. Viele Anwender schwören auch auf eine Einnahme am Abend.

 

Wie verwendet man Hanfprotein?

Es werden um 20 g Hanfprotein täglich für nicht sportlich aktive Erwachsene und 2 x 20 g Hanfprotein für sportliche Menschen empfohlen. Wasser und Hanfmilch sind ideal zur Einnahme.

 

Was ist Hanfprotein-Isolat?

Hanfprotein-Isolat ist besonders eiweißreich und innerhalb der Hanfprotein-Produkte besonders gut für den Organismus verwertbar.

Weitere pflanzliche Proteinquellen: Sojaprotein und Co.

Es gibt noch einige andere vegane Proteinpulver, die wir hier nur kurz nennen wollen:

  • Sojaprotein
  • Kürbiskernprotein
  • Sonnenblumenkernprotein
  • Lupinenprotein
Es gibt einige Kaufkriterien für ein veganes Proteinpulver

Wie erkenne ich ein hochwertiges veganes Proteinpulver? Im folgenden Abschnitt erklären wir dir, auf was du achten musst, wenn du dir die Packung eines veganen Proteinpulvers vor dem Kauf ansiehst.

 

Proteingehalt

Da man ein Proteinpulver nutzt, um auf einen Schlag eine geballte Ladung Eiweiß zu bekommen, sollte der Proteingehalt des Pulvers entsprechend hoch sein. 100 Gramm Pulver sollten mindestens 60 Gramm Eiweiß enthalten, bestenfalls sogar 70 und mehr. So erhältst du mit einer normalen Portion Proteinpulver von 30 bis 40 Gramm rund 20 bis 30 Gramm Eiweiß – eine perfekte Menge für eine ergänzende Proteinmahlzeit.

 

Chemical Score

Man ermittelt die Qualität von Nahrungsproteinen unter anderem über den sog. „Chemical Score“ (CS). Dafür wird geprüft, wie viele essentielle Aminosäuren in einem Lebensmittel enthalten sind. Aminosäuren sind die Einzelbausteine von Proteinen. Essentiell sind alle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann.

Um den CS zu ermitteln, setzt man die Menge jeder einzelnen Aminosäure ins Verhältnis zu der Menge dieser Aminosäure, die in einem sog. „Referenzprotein“ enthalten ist. Dieses von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierte Referenzprotein soll eine optimale Zusammensetzung für den menschlichen Organismus haben.

Wenn jede einzelne essentielle Aminosäure eines Proteins ihr Pendant im Referenzprotein mengenmäßig übertrifft, ergibt sich ein CS von mehr als 100 bzw. 1,0. Dabei ist nicht die Summe aller Aminosäuren entscheidend, sondern die Aminosäure, von der relativ zum Referenzprotein am wenigsten vorhanden ist. Sie „limitiert“ das gesamte Protein. Entsprechend gilt: Ist von mindestens einer einzigen essentiellen Aminosäure weniger als im Referenzprotein gegeben, liegt der CS unter 100 und das Protein weist eine schlechtere Qualität auf.[5]

Für ein veganes Mehrkomponentenprotein ist der CS ein wichtiges Kaufkriterium. Die CS von allen pflanzlichen Einzelproteinen außer Soja sind deutlich unter 100 und somit schlechter als die tierischer Proteine aus Milch, Eiern oder Fleisch. Durch die geschickte Kombination bestimmter pflanzlicher Proteinquellen kann man dieses Manko aber wettmachen und für CS von weit mehr als 100 sorgen. Viel weniger als 100 sollte ein veganes Mehrkomponentenpulver keinesfalls haben.

 

BCAA-Gehalt

BCAA steht für „Branched-Chain Amino Acids“ oder auf Deutsch: „verzweigtkettige Aminosäuren“. Darunter werden die drei Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin klassifiziert. Aminosäuren sind die Bausteine von Proteinen. Neun von ihnen, unter anderem die BCAA, kann unser Körper nicht selbst herstellen und muss sie über die Nahrung zugeführt bekommen.

Die Besonderheit der BCAA ist, dass sie nicht wie die anderen Aminosäuren in der Leber, sondern direkt in der Muskulatur verwertet werden. Dort können sie eventuell den Aufbau neuer Strukturen, sprich den Muskelaufbau unterstützen. Bei einem Kaloriendefizit können sie eventuell dem Abbau von Muskelmasse entgegenwirken. Außerdem kann man sie gut während einer Diät verwenden.

Da BCAA natürlicherweise vor allem in Fisch, Fleisch und Milchprodukten wie Hüttenkäse oder Magerquark vorkommen, sollten Veganer besonders auf eine ausreichende Zufuhr achten. Gute vegane Mehrkomponentenproteine liefern mindestens 5 Gramm BCAA pro 30 Gramm Portion.

 

Bio-Qualität

Wer sich vegan ernährt, achtet in der Regel besonders gut auf seine Ernährung und die Qualität der konsumierten Lebensmittel. Dass ein Proteinpulver Bio-Qualität hat, sprich dass die Rohstoffe aus ökologisch kontrolliertem Anbau stammen, ist für manche Menschen ein Kaufkriterium. Bei Produkten aus Deutschland ist allerdings eine hohe Qualität der Rohstoffe auch ohne Bio-Siegel garantiert.

 

Anzahl Geschmacksrichtungen

Wenn du deine Eiweißversorgung dauerhaft mit veganen Proteinpulvern verbesserst, ist es angenehm, wenn es dein Lieblingsprodukt in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Das sorgt für Abwechslung. Tipp: Leg dir direkt ein paar mehr Geschmacksrichtungen zu, sodass du immer eine Auswahl hast. Das ist angenehmer, als immer nur einen Geschmack zu haben und aufzubrauchen, bevor es einen neuen gibt. Da die Pulver lange haltbar sind (geöffnet mindestens ein paar Monate), kannst du ruhig ein paar Sorten gleichzeitig öffnen.

 

Fett- und Carb-Gehalt

Für die Profis spielt auch der Fett- und Kohlenhydratanteil im Pulver eine Rolle – für den Hobby-Sportler hingegen weniger. Denn kein gutes veganes Eiweißpulver wird viel davon enthalten; die Unterschiede bewegen sich im Grammbereich. Viel mehr als ein paar Gramm Fett und Kohlenhydrate sollte eine Portion auch nicht enthalten.

 

Merke!

Ein gutes veganes Proteinpulver liefert dir mindestens 60 Gramm Protein pro 100 Gramm. Eine Portion von 30 Gramm sollte mindestens 5 Gramm BCAA enthalten. Der Chemical Score eines pflanzlichen Eiweißpulvers sollte 100 oder mehr betragen. Des Weiteren können Bio-Qualität, Fett- und Carb-Gehalt sowie die Anzahl der Geschmäcker Kaufkriterien für ein pflanzliches Proteinpulver sein.

 

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Stand: 23.08.2019

Disclaimer: Dieser von nu3 durchgeführte Produkt-Vergleich bildet eine Auswahl ab und beansprucht in seiner Aussagefähigkeit keine Allgemeingültigkeit für alle veganen Proteinpulver auf dem Markt. Die Preise bilden eine Momentaufnahme ab und können zu einem späteren Zeitpunkt anders ausfallen.


Einzelnachweise und Anmerkungen:

[1] Vgl. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DEG) (2017): „Ausgewählte Fragen und Antworten zu Protein und unentbehrlichen Aminosäuren“, abgerufen am 12.02.2019.
[2] Vgl. Raschka, C.; Ruf, S.: „Sport und Ernährung“, Georg Thieme Verlag 2015, S. 104.
[3] Vgl. Jossé, S., Storr, M.: „Laktoseintoleranz: Welche Rolle spielt die Laktose-Dosis?“, abgerufen am 12.02.2019.
[4] Vgl. Gugg, Holger : „Langsame und schnelle Proteine – Ein Mythos? Teil 1“, abgerufen am 12.02.2019.
[5] Vgl. Biesalski, H. K.; Grimm, P.; Nowitzki-Grimm, S.: „Taschenatlas Ernährung“, Georg Thieme Verlag 2017, S. 140.