Reduktionsdiät

Unter einer Reduktionsdiät versteht man allgemein eine Verringerung des Körpergewichts. Eine Gewichtsreduzierung erfolgt dann, wenn es zu einer negativen Energiebilanz kommt, also die Energieaufnahme geringer ist als der Verbrauch. Das heißt, wird dem Körper weniger Energie in Form von Nahrungsmitteln und Getränken zugeführt als er für Stoffwechsel und körperliche Aktivitäten benötigt, werden Fett- und Muskelmasse abgebaut.

Low-Carb Diät und Co.

Genau darauf zielen die meisten Diäten bzw. Reduktionsdiäten ab. Sie versuchen, durch eine Verringerung bestimmter Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate, Fette, Proteine) eine Gewichtsabnahme zu bewirken. Es gibt zahlreiche Varianten, am bekanntesten sind Low-Carb (z.B. Atkins-Diät), Low-Fat oder auch die Trennkost-Diät. Bei Low-Carb Diäten wird der Kohlenhydratanteil in der täglichen Nahrung reduziert. Auf diese Weise wird der Körper dazu gezwungen, die benötigte Energie aus den Fettreserven zu beziehen.

Damit diese Reduktionsdiät funktioniert, dürfen täglich nur maximal 30 g Kohlenhydrate aufgenommen werden, Fett und Protein können ohne Beschränkung gegessen werden. Einige Lebensmittel (z.B. Brot, Früchte, Getreideprodukte, Kartoffel, Teigwaren, Reis, Zucker) sind bei dieser Diät aufgrund ihres hohen Kohlenhydratgehalts nicht erlaubt, was einer gesunden und ausgewogenen Ernährung widerspricht. Wird diese Reduktionsdiät trotzdem länger durchgeführt, muss mit einem Mangel gerechnet werden, insbesondere an Vitamin A, Vitamin B6 und Vitamin E, sowie an Folsäure, Calcium, Magnesium, Kalium und Ballaststoffen.

Dadurch bedingt können Beschwerden wie Verstopfung und Kopfschmerzen auftreten. Mundgeruch, Muskelkrämpfe, Durchfall, Schwäche und Hautausschläge können ebenfalls negative Begleiterscheinungen sein. Ob die Symptome durch einen Mangel an Nährstoffen bedingt sind, kann jedoch nur ein Arzt feststellen. Die zu geringe Aufnahme an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten bei einer Reduktionsdiät kann sich außerdem langfristig negativ auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken.

Bei Low-Fat Diäten wird die Aufnahme von Fett reduziert. Allerdings muss auch hier auf die Kohlenhydrataufnahme geachtet werden. Denn wenn diese zu hoch ist, bewirkt auch die reduzierte Fettzufuhr keinen Gewichtsverlust. Eine zu geringe Fettaufnahme (unter 20 Prozent der Energieaufnahme) ist ebenfalls zu vermeiden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Fettaufnahme von 60-80 g. Bei dieser Form der Reduktionsdiät können als Nebenwirkungen Blähungen und Völlegefühl auftreten. Sehr kalorienarme Diäten sollten nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da diese schwerwiegende Nebenwirkungen haben können.

Einseitige Reduktionsdiäten, bei denen nur bestimmte Lebensmittel verzehrt werden dürfen (z.B. „Grapefruit-Diät“) sollten vermieden werden. Diese Diäten können unter Umständen sogar die Gesundheit gefährden, da oft nicht genügend Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden. Viele Reduktionsdiäten versprechen außerdem eine rasche Gewichtsabnahme. Häufig folgt jedoch auf einen zu schnellen Gewichtsverlust eine ebenso schnelle Gewichtszunahme, bei der das Ausgangsgewicht sogar noch übertroffen wird (auch als „Jojo-Effekt“ bekannt).

Fettbinder und andere Wundermittel

Fettbinder (Fatblocker) sollen verhindern, dass Nahrungsfett vom Körper aufgenommen wird. Das aufgenommene Nahrungsfett wird unverdaut ausgeschieden und nicht in den körpereigenen Zellen gespeichert. Dadurch werden keine Fettreserven angelegt und man soll ohne Diät oder Sport abnehmen. Nebenwirkungen solcher Produkte (Chitosan oder Orlistat) können etwa Völlegefühl und Magenkrämpfe, Fettstuhl, Mangel an fettlöslichen Vitaminen oder Stuhlinkontinenz sein. Deshalb sollte man vor einer Anwendung unbedingt Rücksprache mit dem Arzt halten, um kein gesundheitliches Risiko einzugehen.

Appetitzügler wirken direkt im Gehirn, wo sie das Hungergefühl unterdrücken sollen. Meist handelt es sich dabei um verschreibungspflichtige Medikamente, welche nur für extrem übergewichtige Menschen konzipiert sind. Da Appetitzügler starke Nebenwirkungen haben, sollten auch sie nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Diese und weitere Produkte erzielen im Rahmen einer Reduktionsdiät außerdem immer nur einen kurzfristigen Effekt, da sie nicht auf einer Ernährungs- und Lebensumstellung aufbauen.

Gesund abnehmen ohne Jojo-Effekt

Um langfristig und gesund abzunehmen, sollte die Ernährung dauerhaft auf eine energiereduzierte, fettarme, kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Kost umgestellt werden. Komplexe Kohlenhydrate sind zu bevorzugen und die aufgenommene Fettmenge sollte maximal 30 Prozent der Gesamtenergie betragen. Dazu sollten ausreichend Ballaststoffe aufgenommen und reichlich getrunken werden. Wasser, Tee und verdünnte Fruchtsäfte sind ideal, auf Alkohol sollte aufgrund seiner Kalorienzahl verzichtet werden. Zu einer erfolgreichen Reduktionsdiät zählt außerdem auch ausreichend Bewegung. Sport erhöht den Energieumsatz und ist deshalb ein wichtiger Bestandteil jeder Diät oder Ernährungsumstellung.
 

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