Spirulina

Alternative Bezeichnung: Arthrospira platensis, Spirulina fusiformis, maxima

Was ist Spirulina platensis?

Die Spirulina-Alge gehört wie die AFA-Algen zu den Cyanobakterien (Blaualge). Sie ist eine blaugrüne Süßwasseralge, die bis zu einem halben Millimeter groß werden kann. Auch wenn die Mikroalge zu den Bakterien zählt, ist sie dennoch in der Lage, Photosynthese zu betreiben und Kohlendioxid in Sauerstoff umzuwandeln. Forscher vermuten, dass Spirulina maßgeblich dazu beigetragen hat, die Erdatmosphäre mit Sauerstoff anzureichern, als unser Planet noch nicht bewohnbar war. Außerdem ist bekannt, dass bereits die Azteken die Spirulina-Alge verzehrt haben.

In der Natur kommt Spirulina platensis, wie die Alge mit biologischem Namen heißt, in subtropischen bis tropischen Regionen Afrikas, Australiens und Südamerikas vor. Hier wird sie in alkalischen Seen angebaut, die einen pH-Wert von neun bis zwölf besitzen und sehr salzig sind. Heute wird die Alge allerdings auch in künstlich angelegten Aquakulturen produziert, die genauestens kontrolliert werden, um mögliche Belastungen durch Umweltgifte zu vermeiden.

Vielseitige Alge

Die Spirulina-Alge findet zum einen Anwendung in der Biotechnologie, wo sie als Biokatalysator verwendet wird. In dieser Funktion kann sie Fermentationsprozesse (Gärung) vorantreiben und zur Energiegewinnung beitragen. Zum anderen wird die Alge aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als Nahrungsergänzungsmittel für den Menschen verwendet, zum Beispiel in Form von Presslingen, Tabletten, Pulver oder Riegeln. Die Alge enthält nicht nur doppelt so viel Proteine wie Rindfleisch, sie kann auch deutlich klimaschonender produziert werden, da ihr Anbau im Gegensatz zur Rinderzucht eine negative CO2-Bilanz aufweist.

Spirulina-Inhaltsstoffe

Die Spirulina-Alge ist reich an Nährstoffen – wohl der Hauptgrund, warum viele Menschen zur Ergänzung Ihrer normalen Ernährung Spirulina kaufen. Etwa 60 Prozent ihrer Trockenmasse bestehen aus Proteinen, die auch alle essenziellen Aminosäuren abdecken, welche der menschliche Stoffwechsel nicht selbstständig produzieren kann.

Des Weiteren setzen sich die Spirulina-Inhaltsstoffe zusammen aus rund 13 Prozent Kohlenhydraten, wobei der Zucker Rhamnose den größten Anteil ausmacht. Die enthaltenen fünf Prozent Fett verteilen sich vor allem auf die langkettigen ungesättigten Fettsäuren Linolsäure (eine Omega-6-Fettsäure) sowie alpha-Linolensäure (eine Omega-3-Fettsäure), die ernährungsphysiologisch positiv zu bewerten sind. Unter den gesättigten Fettsäuren nimmt vor allem die Palmitinsäure einen großen Anteil ein. Weitere 16 Prozent der in der Trockenmasse enthaltenen Spirulina-Inhaltsstoffe verteilen sich auf verschiedenste Ballaststoffe (Asche und Rohfasern), welche die Darmmobilität erhöhen und Schadstoffe absorbieren können.

Die Spirulina-Alge weist darüber hinaus eine beträchtliche Anzahl an Vitaminen und Spurenelementen auf. Neben den B-Vitaminen (Cobalamin/Vitamin B12, Pyridoxin/Vitamin B6, Riboflavin/Vitamin B2, Thiamin/Vitamin B1), Vitamin H (Biotin/Vitamin B7) und Vitamin E (Tocopherol)treten vor allem Calcium, Phosphor, Natrium, Magnesium und Kalium in höheren Mengen auf. In der nachfolgenden Tabelle ist der Gehalt einiger Vitamine und Mineralstoffe pro 100 Gramm Spirulina-Alge aufgeführt.

Vitamine mg/100g * Mineralstoffe/ Chlorophyll mg/100 g*
Cobalamin/ Vitamin B12 11 Calcium 320
Folsäure/ Vitamin B9/ M 0,05 Phosphor 680
Biotin/ Vitamin B7/ H 0,04 Natrium 331
Pyridoxin/ Vitamin B6 0,6 Eisen 36
Riboflavin/ Vitamin B2 4 Magnesium 435
Thiamin/ Vitamin B1 5,5 Zink 5
Tocopherol/ Vitamin E 1 - 6 Kalium 153
ß-Carotin 120 - 180 Chlorophyll a 1180

* Schätzung


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