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Stillzeit



Stillzeit

Es ist schon ein Wunder, was der weibliche Körper alles kann! Erst trägt er Sorge dafür, dass das Baby unter idealen Bedingungen heranwachsen kann, und wenn das Kind dann das Licht der Welt erblickt hat, ist ganz von selbst für die perfekte Säuglingsnahrung gesorgt: die Muttermilch!

Gerade während der Stillzeit ist deshalb die richtige Ernährung von großer Bedeutung. Es besteht ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen, die zum Teil über die Muttermilch an das Kind weitergegeben werden, u. a. Calcium und ander Mineralstoffe. Hier finden Sie Produkte, die spezielle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente (z. B. Eisen, Folsäure, Magnesium oder Calcium) für die Stillzeit liefern

Warum das Stillen so wichtig ist

Stillzeit

Die Stillzeit ist die Phase, in der Mütter ihr Neugeborenes über die Brust mit Muttermilch versorgen. Dieser Vorgang soll zum einen die Mutter-Kind-Beziehung fördern. Zum anderen garantiert Muttermilch dem Neugeborenen die Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen in einer optimalen Zusammensetzung und angenehmen Temperatur.

In den ersten fünf Tagen nach der Geburt wird dabei nicht von Muttermilch, sondern von Colostrum gesprochen, dessen Volumen aufgrund des hohen Proteinanteils nur wenige Milliliter ausmacht. Da der Großteil der Proteine hierbei von Immunglobulinen gebildet wird, stärkt das Colostrum insbesondere das Immunsystem des Neugeborenen. Nach den ersten fünf Tagen der Stillzeit steigt das Milchvolumen und verändert seine Zusammensetzung entsprechend der kindlichen Bedürfnisse. Dabei nimmt der Proteingehalt ab, während der Fett-, Laktose- und Energiegehalt zunimmt.

Da der Säugling über die Muttermilch nur geringe Mengen an Vitamin D und K aufnimmt, werden in Deutschland jedem Neugeborenen im ersten Lebensjahr Vitamin-D-Supplemente verschrieben. Darüber hinaus werden während der frühkindlichen Untersuchungen (U1, U2, U3) beim Kinderarzt hohe Vitamin-K-Dosen oral (zum Schlucken) oder parenteral (Infusionen in die Blutbahn) verabreicht. Ab einem Alter von vier Monaten kann der Eisenbedarf eines Säuglings nicht mehr über die Muttermilch gedeckt werden, weshalb ab diesem Zeitpunkt die Beikost eingeführt und mit dem Abstillen begonnen werden sollte.

Die Vorteile für das Kind

Die Vorteile des Stillens für heranwachsende Kinder sind eindeutig: Bei gestillten Säuglingen sinkt das Risiko des plötzlichen Kindstodes. Außerdem fördern Langzeiteffekte des Stillens die Gesundheit gestillter Kinder. So werden diese in der Regel seltener krank, da die Kinder aufgrund der Aufnahme wertvoller Antikörper (z. B. Lysozym, Laktoferrin) über die Muttermilch ein stärkeres Immunsystem bilden. Darüber hinaus beeinflusst die Stillzeit die kindliche Darmflora positiv, sodass das Risiko chronischer Krankheiten (z. B. Diabetes mellitus, Zöliakie, Morbus Crohn) vermindert wird. Auch das Risiko von Übergewicht im fortgeschrittenen Lebensalter sinkt bei gestillten Kindern. Des Weiteren fördert Stillen die Kieferentwicklung und die neurologische Entwicklung des Kindes.

Auch die stillenden Mütter ziehen Vorteile aus der Stillzeit. In dieser Zeitspanne wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Dieses beschleunigt die Rückbildung der Gebärmutter und steigert das Wohlbefinden der Mutter. Frauen, die mindestens eine Stillperiode in ihrem Leben aufweisen, haben ein verringertes Brustkrebs- und Osteoporose-Risiko. Letzteres hängt dabei mit der erhöhten Ausschüttung des Oxytocin-Hormons zusammen, welches die Calciumaufnahme in die Knochen erhöht.

Nährstoffbedarf während der Stillzeit

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) veranschlagt während der Stillzeit bis zum 4. Monat einen Mehrbedarf an Energie von 635 Kilokalorien (kcal) pro Tag. Ab dem 4. Monat Vollstillen beträgt der Mehrbedarf an Energie 525 kcal und beim Teilstillen nur 285 kcal. Auch der Bedarf wichtiger Nährstoffe wie Calcium und Vitamin B6 steigt bei Stillenden an. Deshalb sollten während der Stillzeit besonders nährstoffreiche und gesunde Lebensmittel bevorzugt werden.

Spurenelemente erfüllen die unterschiedlichsten Funktionen im menschlichen Körper. Selen trägt zum Beispiel zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Darüber hinaus tragen sowohl Selen als auch Zink zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Der Mineralstoff Eisen hat eine Funktion bei der Zellteilung und trägt zudem zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei.

Worauf man in der Ernährung achten muss

In der Stillzeit ist darauf zu achten, dass stark aromatische Lebensmittel, wie Knoblauch oder Chili weitestgehend gemieden werden. Schon minimale Spuren von Geschmacks- und Eiweißstoffen aus den Lebensmitteln gehen in die Muttermilch über. Bei entsprechender Veranlagung können die fremden Eiweißstoffe in der Muttermilch bei Säuglingen Allergien auslösen. Dies kann sich durch Hautausschläge, Koliken, Atmungsprobleme, Erbrechen, Durchfall und exzessives Schreien bemerkbar machen.

Zwei bis drei Prozent der gestillten Säuglinge entwickeln eine Allergie, meistens gegen Kuhmilch. Aus diesem Grund wird Müttern geraten, während der Stillzeit nicht mehr Kuhmilch und Kuhmilchprodukte zu sich zu nehmen als während der Schwangerschaft. Um eine ausreichende Calciumaufnahme zu gewährleisten, eignen sich als Alternative zum Beispiel Mandeln und dunkelgrünes Gemüse, wie Brokkoli. Vorsicht ist allerdings bei Spinat geboten, denn der enthält viel Oxalsäure, die die Aufnahme von Calcium verhindert. Aber nicht nur Kuhmilch, sondern auch Milch von anderen Tierarten, wie Schaf oder Ziege, können Allergien auslösen. Da Milch die wichtigste Calciumquelle darstellt, wird ein völliger Verzicht auf Milch und Milchprodukte nur dann empfohlen, wenn tatsächlich eine Milchallergie beim Kind besteht.

Auch Hühnerei, Fisch und Nüsse stehen neben Kuhmilch in Verdacht, bei Säuglingen Allergien auszulösen. Wenn in der Familie bereits Lebensmittelallergien bekannt sind, kann die stillende Mutter auf die betreffenden Lebensmittel vorsorglich verzichten. Für die Zeit nach dem Stillen finden Sie bei uns eine reichhaltige Auswahl spezieller Babynahrung, deren Zutaten und Inhaltsstoffe auch vor diesem Hintergrund bestmöglich zusammengestellt sind.