Silicium

Alternative Schreibweise: Silizium

Was ist Silicium?

Silicium gehört zu den Ultraspurenelementen, deren Konzentration im menschlichen Organismus bei höchstens einem Mikrogramm (µg) pro Kilogramm Körpergewicht liegt. Es ist in der Natur in Form von Silikaten und Kieselerde zu finden und liegt im Körper vor allem in bindegewebshaltigen Regionen wie den Blutgefäßen, Sehnen, Knochen und der Haut in hohen Konzentrationen vor. Im Blutplasma ist die Silicium-Konzentration um 50 µg/dl relativ konstant.

Siliciumbedarf und Zufuhrempfehlungen

Derzeit existieren keine genauen Zufuhrempfehlungen für Silicium. Wissenschaftler vermuten aufgrund ausgeschiedener Silicium-Mengen, dass täglich etwa zehn bis 40 Milligramm Silicium mit der Nahrung aufgenommen werden sollten.

Silicium in Lebensmitteln

In der Nahrung enthaltene Silicium-Verbindungen werden in der Regel mit einer Resorptionsrate von 50 Prozent absorbiert. Die schlecht- bzw. nicht-löslichen Silikate werden hingegen nur zu zehn Prozent in den Körper aufgenommen. Außerdem wird die Silicium-Aufnahme von der Höhe des Rohfasergehaltes der Nahrung beeinflusst. So nehmen Personen, die sich vorwiegend von Vollkornprodukten und Gemüse ernähren und somit viele Rohfasern aufnehmen, potenziell mehr Silicium  auf als Personen, die viele Produkte aus Auszugsmehlen und Fleisch verzehren. Des Weiteren können durch Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln Verluste auftreten.

Siliciumreiche Lebensmittel weisen einen sehr hohen Kieselsäuregehalt auf. Neben Hafer (595 mg/100 g), Hirse (500 mg/100 g) und Gerste (233 mg/100 g) sind auch Kartoffeln (200 mg/100 g) besonders Siliciumreiche Lebensmittel. 

Siliciummangel

Neben einer schlechten Absorption über die Nahrung beeinflussen auch Alter, Geschlecht und hormonelle Einflüsse die Absorption von Silicium. Ein Siliciummangel kann brüchige Nägel, Haarausfall und eine verminderte Hautelastizität hervorrufen. Da Silicium als ein Initiator der Calcium-Einlagerung dient, ist die schwerwiegendste Folge einer anhaltenden Unterversorgung ein erhöhtes Osteoporoserisiko. Bei dieser Knochenstoffwechselstörung wird Calcium nur unzureichend in die Knochen eingelagert, sodass diese brüchig und instabil werden.

Ob die geschilderten Symptome durch einen Mangel an Silicium ausgelöst worden sind, kann in jedem Einzelfall nur ein Arzt feststellen. Zufuhrempfehlungen für die Supplementierung von Silicium liegen bislang nicht vor.

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Ihrer Information, stellt keine produktbezogenen Aussagen dar und dient keinem werblichen Zweck. Unsere Beiträge werden auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ständig aktualisiert.