Pantothensäure

Alternative Bezeichnung: Vitamin B5

Was ist Pantothensäure?

Pantothensäure (auch Vitamin B5 genannt) gehört zu den wasserlöslichen B-Vitaminen. Nach der Aufnahme wird das Vitamin zum Coenzym A (CoA) aktiviert, das verschiedene Funktionen im Organismus erfüllt. Unzureichende wissenschaftliche Erkenntnisse machen es derzeit noch nicht möglich, genaue Angaben zu Zufuhrempfehlungen für Pantothensäure zu machen, sodass die in diesem Artikel aufgeführten Werte lediglich auf Schätzungen beruhen. Da es sich aber um ein wasserlösliches Vitamin handelt, führen auch hohe Aufnahmemengen nicht zu einer Hypervitaminose.

Wirkung und Funktion von Pantothensäure

Im menschlichen Organismus ist die Pantothensäure an einer Reihe von ganz unterschiedlichen Funktionen beteiligt. So trägt die Pantothensäure zu einem normalen Energiestoffwechsel bei sowie zu einer normalen Synthese und einem normalen Stoffwechsel von Steroidhormonen, Vitamin D und einigen Neurotransmittern, die für die Reizübertragung zwischen den Nervenzellen zuständig sind. Auch zur Verminderung von Ermüdung und Müdigkeit leistet Pantothensäure einen Beitrag.

Pantothensäure-Bedarf

Derzeit liegen keine gesicherten Erkenntnisse über den tatsächlichen Pantothensäure-Bedarf vor. Wissenschaftler gehen deshalb von der Menge aus, die mit der täglichen Ernährung aufgenommen wird, da diese offensichtlich zur Bedarfsdeckung ausreicht. Die Schätzwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind in der nachfolgenden Tabelle nach Lebensalter dargestellt.


Zufuhrempfehlungen der DGE für Pantothensäure nach Lebensalter

Lebensabschnitt

Zufuhrempfehlungen (mg/d)

0 bis 3 Monate

2

4 bis 11 Monate

3

1 bis 6 Jahre

4

7 bis 12 Jahre

5

Ab 13 Jahre

6

Schwangere und Stillende

6


Pantothensäure in Lebensmitteln

Pantothensäure ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Das Vitamin ist hitzeempfindlich und wasserlöslich, weshalb bei der Zubereitung Verluste auftreten können. Bei Fleisch beträgt dieser Verlust durch Backen, Braten oder Kochen zwischen 15 und 50 Prozent, bei Gemüse sogar bis zu 40 Prozent.

Hohe Gehalte an Pantothensäure finden sich vor allem in Hefe (11 mg pro 100 g), gegarter Kalbsleber (8,1 mg pro 100 g), Makrele und Thunfisch (7,7 mg pro 100 g). Aber auch Erdnüsse, Steinpilze, Gorgonzola und Wassermelone enthalten mehr als 1,5 mg Pantothensäure pro 100 g Lebensmittel.

Pantothensäuremangel und -supplementierung

Ein Pantothensäuremangel tritt nur sehr selten auf. Bei chronischen Lebererkrankungen, Alkoholmissbrauch oder bei radikalen Diäten kann es zu einem Mangel kommen, jedoch auch hier nur im Zusammenspiel mit einem Mangel an weiteren Vitaminen oder Mineralstoffen . Deshalb lassen auch keine klassischen Symptome eines Mangels an Pantothensäure nennen.

Zu den möglichen Anzeichen können Blutarmut, ausgeblichene Haare, Depressionen sowie taube und brennende Unterschenkel und Fußgelenke („burning feet syndrome“) sein. Ob diese Symptome durch einen Pantothenmangel bedingt sind, sollte aber in jedem Fall unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden.

Bei der Supplementierung werden Tagesdosen von 6 bis 12 Milligramm empfohlen. Als Nahrungsergänzungsmittel ist Pantothensäure in der Regel nur in Form von Kombipräparaten mit weiteren Vitalstoffen erhältlich.


Dieser Artikel dient ausschließlich zu Ihrer Information, stellt keine produktbezogenen Aussagen dar und dient keinem werblichen Zweck. Unsere Beiträge werden auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ständig aktualisiert.