Laktat

Alternative Bezeichnungen: Laktate, Milchsäure

Was ist Laktat?

Als Laktat werden die Salze der Milchsäure bezeichnet, die unter körperlicher Belastung im Energiestoffwechsel eines Menschen gebildet werden. Sie sind ein Abfallprodukt der Produktion von Adenosintriphosphat (ATP) – von Molekülen, die ein energiereicher Bestandteil der Ribonukleinsäure sind. Im Körper wird Laktat dabei vor allem aus Pyruvat in den Skelettmuskeln, Blutzellen, Nieren sowie der Haut, Darmwand und dem Gehirn während der homofermentativen Milchsäuregärung gebildet.

Sport und Bildung von Laktat

Besonders beim Ausdauersport findet bei untrainierten Personen die Energiebereitstellung auf anaerobe (sauerstofffreie) Weise statt. Hierbei wird ATP-Energie aus Zuckermolekülen gebildet. Da Milchsäure aber ein Abbauprodukt von Zucker ist, kommt es während der anaeroben Energiegewinnung vermehrt zur Bildung von Laktat. Wenn der Organismus nicht in der Lage ist, den erhöhten Laktatspiegel rasch abzubauen und konstant zu halten, sammelt sich in der Muskulatur vermehrt Milchsäure an. Durch die Zunahme der Laktat-Menge kommt es hierbei zu starken Ermüdungserscheinungen in dem Muskeln.

Trainierte Sportler besitzen hingegen mehr Mitochondrien, welche die Energiekraftwerke der Zelle darstellen und Energie aerob (sauerstoffreich) bereitstellen. Bei dieser Form der ATP-Produktion wird die benötigte Energie vorwiegend aus Fettsäuren gewonnen, sodass im Gegensatz zur anaeroben Energiegewinnung weitaus weniger Milchsäure anfällt. Der Laktat-Spiegel im Organismus bleibt dadurch für eine längere Zeit konstant und die sportliche Leistungsfähigkeit somit besser erhalten.


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