Kinderwunsch

Was bedeutet ein Kinderwunsch?

Ein Kinderwunsch ist das Bedürfnis einer Person oder eines Paares ein Kind zu bekommen bzw. eine Familie zu gründen. Zur Erfüllung eines Kinderwunsches ist dabei die körperliche Gesundheit und Fruchtbarkeit (auch: Fertilität) beider Partner eine wichtige Voraussetzung. Auch eine gesunde Lebensweise kann die Fruchtbarkeit und die Entwicklung des Fötus positiv beeinflussen.

Auswirkungen der Lebensweise auf die Fruchtbarkeit

Die weibliche und männliche Fruchtbarkeit kann durch erhöhten Stress, Alkohol-, Nikotin-, Drogen- und Medikamentenkonsum beeinträchtigt werden. Aber auch Ängste vor Unfruchtbarkeit und psychische Störungen vermindern unter Umständen die Fertilität.

Vor allem Frauen können ihre Fruchtbarkeit durch die richtige Ernährung positiv beeinflussen. Sie sollten deshalb beim Konsum von koffeinhaltigen Lebensmitteln (Kaffee, Schokolade, Schwarztee) beachten, dass 115 Milligramm Koffein pro Tag nicht überschritten werden sollten. Das entspricht in etwa einer großen Tasse Kaffee oder 200 Gramm Zartbitterschokolade. Auch Unter- und Übergewicht beeinflussen die Befruchtungswahrscheinlichkeit negativ, weshalb das Körpergewicht bei einem Kinderwunsch zum Idealgewicht hin angepasst werden sollte.

Weiterhin können werdende Mütter – nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt – bei Kinderwunsch schon mehrere Wochen vor Schwangerschaftsbeginn mit der Supplementierung von Folsäure beginnen. Diese sollte bis in die 12. Woche der Schwangerschaft konstant aufrechterhalten werden, da Folsäure in den ersten Schwangerschaftswochen zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft beiträgt. Darüber hinaus spielt die Folsäure auch bei der Zellteilung eine Rolle.

Außerdem sollte bei bestimmten Lebensmitteln auf Stoffe geachtet werden, die sich negativ auf den heranwachsenden Fötus auswirken können. Deshalb ist ein eingeschränkter Konsum Vitamin-A-haltiger Lebensmittel (z. B. leberhaltige Produkte) sowie der Verzicht auf Vitamin-A-Supplemente und quecksilberhaltige Fische (z. B. Hai/Schillerlocken, Schwertfisch, Marlin, Thunfisch) empfehlenswert.

Physische Einflussfaktoren auf die Fruchtbarkeit

Die männliche Fruchtbarkeit ist in erster Linie abhängig von der funktionierenden Hoden- und Samenleiterfunktion. So kann beispielsweise ein Samenleiterverschluss die männliche Fertilität einschränken. Aber auch eine immunologische Sterilität, bei der der männliche Organismus Antikörper gegen Spermien bildet, sowie zahlreiche Infektionen können die männliche Fruchtbarkeit einschränken.

Der weibliche Körper ist vor allem auf eine funktionierende Eierstockfunktion angewiesen, sodass Fehlbildungen oder Verwachsungen die Fertilität negativ beeinflussen können. Außerdem spielt bei Frauen der Hormonspiegel für die Fertilität eine wichtige Rolle. Störungen der Hirnanhangsdrüse, Nebennieren oder Schilddrüse können daher die Fruchtbarkeit vermindern. Auch Diabetes mellitus, eine unbehandelte Chlamydieninfektion, Veränderungen der Gebärmutter und andere Infektionskrankheit sind Faktoren, die die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen können.

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