Goji-Beere

Alternative Bezeichnungen:Chinesische Wolfsbeere, Goji, Gojibeere, Gemeiner Bocksdorn

Botanische Bezeichnungen: Lycium barbarum, Lycium chinensis

Was ist die Goji-Beere?

Die Goji-Beere (botanische Bezeichnung: Lycium barbarum) wächst an den sommergrünen Sträuchern des Gemeinen Bocksdorn, der zur Familie der Nachtschattengewächse zählt. Die Sträucher werden bis zu 4 m hoch und blühen von Juni bis August. Sie gelten als sehr kälteresistent und vertragen Temperaturen von bis zu -25°C. Ihre Früchte können von August bis Oktober geerntet werden.

Goji-Beeren sind leuchtend rot bis orange-gelb und haben eine längliche, ovale Form bei einer Länge zwischen 0,5 und 1,2 cm. In ihrer Erscheinung erinnern sie somit stark an die hierzulande verbreiteten Hagebutten. Der vor allem in den USA verwendete Name Goji leitet sich von der chinesischen Bezeichnung „Níngxià gǒuqǐ“ ab (lose übersetzt: „Wolfsbeere aus der Region Ningxia“). Auch in der westlichen Welt ist die Bezeichnung „Wolfsbeere“ nicht unüblich. Der hohe Gehalt an wertvollen Nährstoffen hat ihr außerdem den Namen „chinesische Wunderbeere“ eingebracht.

Die Goji-Beere: Geschichte und Vorkommen

Die Goji-Beere wird bei den Chinesen seit Jahrtausenden verehrt. Wo genau ihr Ursprung liegt, ist jedoch nicht bekannt. Besonders in der chinesischen Region Ningxia ist sie seit langem beheimatet und soll sich von dort aus in ganz Asien und inzwischen auch Europa, Nordamerika und Nordafrika verbreitet haben.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden ihr verschiedene positive Eigenschaften zugeschrieben. In Tibet feiert man sogar Feste zu Ehren der Goji-Beere. Insbesondere in Nordamerika, aber auch in Europa, hat der Bekanntheitsgrad der Goji-Beere in den letzten Jahren stark zugenommen. Obwohl die Sträucher sehr pflegeleicht sind, werden sie hierzulande jedoch noch kaum angebaut.

Inhaltsstoffe und Wirkung der Goji-Beere

Wie viele andere so genannte „Super-Foods“, zeichnet sich die Goji-Beere durch einen hohen Nährstoffreichtum aus. Herausragend ist dabei ihr Gehalt an Carotinoiden, B-Vitaminen (Vitamin B1, B2, B6) und Eisen, die an vielfältigen Körperfunktionen beteiligt sind:

  • Vitamin B1 (Thiamin) trägt bei einer täglichen bedarfsgerechten Zufuhr zu einem normalen Energiestoffwechsel, zu einer normalen Herzfunktion, zur normalen psychischen Funktion sowie zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • Vitamin B2 (Riboflavin) trägt bei ausreichender Aufnahme zu einem normalen Energiestoffwechsel und darüber hinaus zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zur Erhaltung normaler roter Blutkörperchen, Haut und Sehkraft bei. Des Weiteren trägt das Vitamin zu einem normalen Eisenstoffwechsel, zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung und dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
  • Auch das Vitamin B6 (Pyridoxin) spielt, in ausreichender Menge aufgenommen für vielfältige Funktionen im Körper eine Rolle, so zum Beispiel – über einige der oben genannten hinaus – trägt vitamin B6 zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zur Regulierung des Hormonhaushalts bei.
  • Auch Eisen erfüllt etliche Funktionen. So trägt es bei angemessener Zufuhr unter anderem zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper, zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin sowie zu einer normalen kognitiven Funktion bei. Der Mineralstoff hat außerdem eine Funktion bei der Zellteilung.

Wie so häufig lässt sich die Goji-Beere als Naturprodukt dabei nicht allein auf die einzelnen enthaltenen Mikronährstoffe reduzieren. Vielmehr ist das Zusammenspiel aller in der Pflanze enthaltenen Stoffe in seiner Gesamtheit entscheidend. Hierzu zählen nicht nur die oben genannten Mikronährstoffe sowie Carotinoide, sondern zum Beispiel auch Polysaccharide (Mehrfachzucker) und sekundäre Pflanzenstoffe, wie Flavonoide, natürliche Antioxidantien und andere mehr.

Nach der so genannten ORAC-Messmethode, welche die antioxidative Kapazität von Nahrungsmitteln bestimmen soll, wird rohen Goji-Beeren mit 3.290 ein sehr hoher Wert attestiert. Für getrocknete Goji-Beeren liegt der Wert vermutlich sogar noch höher, da sie weniger wiegen als die frischen Beeren. Der ORAC-Wert berechnet sich jeweils für ein Standardgewicht von 100 Gramm, berücksichtigt also bei Trockenfrüchten eine größere Anzahl an Früchten.

Des Weiteren enthält die Goji-Beere Vitamin E und C (der Vitamin-C-Gehalt schwankt jedoch bei Goji-Beeren je nach ihrer Herkunft und der Art der Verarbeitung), 21 Spurenelemente und Mineralstoffe sowie 18 Aminosäuren. Darüber hinaus ist die Beere reich an ß-Sitosterol, einem cholesterinähnlichen Pflanzenstoff. Anthocyane (natürliche Pflanzenfarbstoffe) sind in der Goji-Beere ebenfalls in beachtlichen Mengen vorhanden.

Darreichungsformen

Da ein Import frischer Früchte schwierig ist, sind Goji-Beeren in Deutschland vor allem in getrockneter Form, als Goji-Saft, Fruchtpulver oder Extrakt erhältlich, aber auch Goji-Kapseln sind als Nahrungsergänzungsmitteln längst nicht mehr ungewöhnlich. Beim Kauf getrockneter Beeren sollten Sie stets darauf achten, dass die Beeren in Deutschland von einem unabhängigen Institut rückstandsgeprüft wurden oder ein deutsches Bio-Siegel tragen. Vor allem bei Bio-Goji-Beeren kann man davon ausgehen, getrocknete Früchte von maximaler Reinheit zu erhalten.


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